Ermittlungen und Festnahme


Elsers Schwester Maria Hirth mit ihrem Sohn Franz und ihrem Mann Karl Stuttgart, um 1932
Elser besucht seine drei Jahre jüngere Schwester noch am 6. November 1939. Er hinterläßt seine Werkzeuge sowie einige persönliche Gegenstände bei ihr und erklärt, Deutschland verlassen zu wollen. Maria Hirth und ihr Mann Karl werden am 12. oder 13. November 1939 festgenommen. Die Gestapo beschlagnahmt bei der Schwester Georg Elsers gesamtes Eigentum, darunter auch die von ihm bei der Vorbereitung der Säule benutzten Werkzeuge. Dazu gehören mehrere Spezialmeißel und ein Drehbohrer. Da die Gestapo wegen Elsers Besuch von einer Mitwisserschaft ausgeht, bleiben beide in Haft. Ihre Wohnung in Stuttgart wird mehrfach durchsucht. Ihr Sohn Franz kommt in ein Kinderheim. Maria und Karl Hirth werden ebenso wie die übrigen Familienangehörigen nach Berlin gebracht und hier kurze Zeit im Hotel Kaiserhof unter Arrest gestellt. Gestapo-Chef Heinrich Müller verhört sie persönlich. Bei einer Gegenüberstellung mit Georg Elser sehen sie die Spuren der Schläge in dessen Gesicht. Bald darauf bringt die Gestapo Maria Hirth in das Gefängnis Moabit; ihr Mann wird sofort nach seiner Entlassung im Dezember 1939 wieder in Haft genommen. Erst Mitte Februar 1940 läßt die Gestapo das Ehepaar Hirth frei. Beide haben ihren Arbeitsplatz verloren. Maria Hirth leidet noch jahrelang unter den Folgen der Verhöre.


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