Das Attentat vom 8. November 1939

Die meisten Bestandteile seines Sprengkörpers fertigt Elser selbst. Lediglich einzelne Metallstücke läßt er in verschiedenen Werkstätten bearbeiten. In der Nacht vom 2. auf den 3. November fixiert er die Sprengkörper in der Säule und verfüllt den restlichen Hohlraum zusätzlich mit Sprengstoff und Pulver. Seinen komplizierten Zündapparat, der sechs Tage im voraus eingestellt werden kann, installiert er nach einem am Abend zuvor gescheiterten Versuch in der Nacht vom 5. auf den 6. November.


    Adolf Hitler kurz vor dem Anschlag
Am Morgen des 6. November stellt er die beiden Uhrwerke auf den Abend des 8. November ein. Er läßt »damit der Sache ihren freien Lauf«. Nachdem Elser den Zeitzünder in der Nacht vom 7. auf den 8. November ein letztes Mal überprüft hat, verläßt er München.
                       

Hitler ist zunächst entschlossen, wegen des Krieges und des unmittelbar bevorstehenden Angriffs deutscher Truppen im Westen erstmals bei den Feiern zum Jahrestag des Hitlerputsches nicht selbst zu reden. Statt seiner soll nur sein Stellvertreter Rudolf Heß sprechen. Hitler entschließt sich dann jedoch kurzfristig, selbst diese Gelegenheit für eine grundsätzliche Rede zu nutzen. Er spricht erheblich kürzer als bei früheren Feiern, weil er unmittelbar danach wieder nach Berlin zurückkehren muß. Nach dem Ende seiner Rede gegen 21.07 Uhr verläßt Hitler so wesentlich früher als sonst mit anderen hohen NS-Führern den Raum. Gegen 21.20 Uhr explodiert der Sprengkörper. Dort, wo Hitlers Rednerpult steht, befindet sich ein meterhoher Schutthaufen.


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