Vorbereitungen


Georg Elsers Wege in München
Georg Elser wohnt zunächst in der Blumenstraße 19, später in der Türkenstraße 94. Beide Zimmer befinden sich in der Nähe des Bürgerbräukellers, den Elser regelmäßig abends zu Fuß aufsucht. Er betritt das Gebäude durch den Haupteingang in der Rosenheimer Straße und verläßt es oftmals durch den weniger frequentierten Hintereingang in der Kellerstraße. Wenn er den angefallenen Bauschutt beseitigen muß, begibt Elser sich mit einem Handkoffer über die Kellerstraße direkt an die Isar. In unmittelbarer Nachbarschaft zu seiner Wohnung in der Türkenstraße befindet sich die Werkstatt des Schreinermeisters Brög. Hier bietet sich Elser die Gelegenheit, viele Einzelteile für seinen Sprengkörper und Spezialwerkzeuge selbst anzufertigen. Nach dem 1. November 1939 kann er dort seine persönlichen Sachen aufbewahren und sich in der letzten Woche vor dem Anschlag aufhalten. Einzelne Metallstücke läßt Elser in verschiedenen umliegenden Werkstätten bearbeiten, so in der Schlosserei Solleder in der Türkenstraße, in der Gießerei Kustermann in der Rosenheimer Straße oder in der Dreherei und Schlosserei von Max Niederhofer in der Rumfordstraße. Auch den Kauf von Kleinteilen und Materialien nimmt er ausschließlich in der näheren Umgebung vor.


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