Entschluß zur Tat

Georg Elser steht der NS-Politik von Anfang an äußerst kritisch gegenüber. Er will »die Verhältnisse der Arbeiterschaft bessern und einen Krieg vermeiden«. Obwohl die Westmächte den territorialen Forderungen Deutschlands im September 1938 auf der Münchener Konferenz nachgeben, ist dies für die aggressiven militärischen Pläne der Nationalsozialisten nur ein Aufschub.


    Einmarsch deutscher Truppen in Komotau
    (Tschechoslowakei), 1938

Elser weiß, daß »ein Krieg unvermeidlich ist«. Im Herbst 1938 entschließt er sich daher, die nationalsozialistische Führung - Hitler, Goebbels und Göring - zu beseitigen. Als am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg mit dem deutschen Überfall auf Polen beginnt, bestärkt dies Elser in seinem Vorhaben.

                          

Um einen möglichen Ort für ein Attentat zu finden, fährt Elser am 8. November 1938 nach München zum Jahrestag des Hitlerputsches von 1923. Nach Hitlers Rede kann er am selben Abend den unbewachten Bürgerbräukeller besichtigen. Am 9. November beobachtet Elser den Erinnerungsmarsch der NS-Spitze durch München und fährt nach Königsbronn zurück.

Er ist jetzt fest entschlossen, im Münchener Bürgerbräukeller einen Anschlag zu wagen. Ein Sprengstoffattentat scheint ihm der richtige Weg zur Beseitigung der nationalsozialistischen Führung zu sein.


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