Georg Elser

Der 1903 im württembergischen Hermaringen geborene Georg Elser wächst in Königsbronn auf. Er gilt früh als handwerklich und zeichnerisch besonders begabter Schüler. Nach siebenjähriger Schulzeit und einer aus gesundheitlichen Gründen abgebrochenen Lehre im Hüttenwerk Königsbronn erlernt er das Schreinerhandwerk. Georg Elser ist bald als ein sehr geschickter Schreinergeselle bekannt, der großen Wert auf sorgfältige Arbeit legt.


   Die Familie Georg Elsers vor dem Elternhaus

Elser gelingt es, auch komplizierteste Gegenstände zu fertigen. Er empfindet Stolz auf seinen Beruf. Auffällig ist sein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn. Wird Elser ein angemessener Lohn verweigert, so wechselt er den Arbeitsplatz. Sowohl im Berufs- als auch im Privatleben legt er größten Wert auf seine Unabhängigkeit.

         

Georg Elser gilt als ein zwar oftmals schweigsamer, aber dennoch geselliger Mensch. Seit seiner Schulzeit musiziert er. In Konstanz gehört er einem Trachtenverein an, später dem Zitherclub in Königsbronn. Im Gesangverein seines Heimatortes spielt er den Kontrabaß und musiziert oft auf Tanzabenden. Elser wandert gerne zusammen mit seinen Freunden und ist auch bei Frauen beliebt. Seine Freundin Mathilde Niedermann bringt 1930 den einzigen Sohn Elsers, Manfred, zur Welt.

            

Politische Anregungen und Anstöße erhält Elser erst während seiner Lehrzeit. Er wird Mitglied im Holzarbeiterverband und tritt 1928/29 dem kommunistischen Roten Frontkämpferbund bei, ohne sich in beiden Organisationen stark zu engagieren. Bis 1933 wählt er die Kommunistische Partei Deutschlands, weil er sie für die beste Vertretung der Arbeiterinteressen hält.

                 

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